Gebrauchte Immobilien sind gefragt
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In einer Immobilie sehen Bauherren und Anleger laut LBS den besten Schutz vor einer Geldentwertung.
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Laut LBS-Geschäftsführer Roland Hustert gibt es mehrere Gründe für eine starke Nachfrage nach Immobilien: Dazu gehören der wirtschaftliche Aufschwung, das niedrige Zinsniveau und die Sorge vor steigender Inflation. „Bauherren wie auch Anleger sehen in Immobilien den besten Schutz vor einer Geldentwertung“, erklärte Hustert am Mittwoch in Münster.

Wie schon in den vergangenen Jahren waren Eigenheime aus zweiter Hand besonders gefragt. Für Hustert eine klare Sache: Gebrauchtimmobilien seien im Schnitt 70.000 Euro günstiger als neue Objekte, zudem seien die Grundstücke deutlich größter. Die Zahl der Neubauten ist laut Hustert 2010 zwar erstmals seit Jahren wieder angestiegen. Dennoch liege sie weiter deutlich unter dem erwarteten Bedarf. Hustert rechnet deswegen mit Engpässen und steigenden Miet- und Kaufpreisen.

Insgesamt vermittelte die LBS Immobilien im vergangenen Jahr 3964 gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser an Rhein und Lippe – zum Durchschnittspreis von 165.000 Euro. Besonders gefragt sind laut den Vermittlern Immobilien im Rheinland. Eine gebrauchte Doppelhaushälfte kostet in Düsseldorf durchschnittlich 325.000 Euro. Diese Spitzenpreise gibt es laut Hustert in Ostwestfalen nicht. Eine entsprechende Immobilie kostet in der Region im Schnitt 122.000 Euro. 

In Gütersloh, Bielefeld und Paderborn – den größten Städten des Regierungsbezirks Detmold – liegen die aktuellen Preise für gebrauchte Reihenhäuser oder Doppelhaushälften über denen im Frühjahr 2010. Die Preisspanne für solche Eigenheime reicht laut LBS in Gütersloh von 145.000 bis 200.000 Euro, in Bielefeld von 115.000 bis 195.000 Euro und in Paderborn von 100.000 bis 190.000 Euro.

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