Gefälschte Luxustasche ein teurer Fehlkauf
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Zollbeamte aus Münster sind jetzt auf eine teure gefälschte Luxustasche aufmerksam geworden.  
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Zugeschickt wurde ihr das edle Teil aus den USA und landete aus diesem Grund bei der Poststelle des Zollamts in Münster. Bereits in der Vergangenheit wurden immer wieder Markenfälschungen aus den USA von Waren dieses Luxusartikelherstellers entdeckt. Oftmals konnte man jedoch schon aufgrund des niedrigen Kaufpreises eine Fälschung vermuten.

Die wirtschaftlichen Schäden, die Marken- und Produktpiraten verursachen, sind ernorm. Schätzungen gehen davon aus, dass durch Ideenklau und Kopieren von Markenartikeln allein in Deutschland bis zu 70.000 Arbeitsplätze potenziell gefährdet sind. Bundesweit hat der Zoll im Jahr 2010 Produktfälschungen im Wert von knapp 96 Millionen Euro aus dem Verkehr gezogen

Anders in diesem Fall: die Luxushandtasche war zwar etwa 400 Euro billiger als das echte Modell, dennoch bestand aufgrund des hohen Kaufpreises zunächst kein Zweifel an deren Echtheit. Lediglich die mangelhafte Verarbeitungsqualität und die Art der Verpackung legten die Vermutung nahe, dass es sich um ein Plagiat handeln könnte. Aus diesem Grund wurde die Tasche beschlagnahmt und der Markenhersteller informiert.

Dessen Überprüfung bestätigte nun die Vermutung der Zöllner. Die Luxushandtasche ist eine Fälschung. Und eine teure dazu: der Markenhersteller hat die Vernichtung beantragt. Für die Münsteranerin endet dieser Internetkauf damit ganz bitter: keine Tasche zum Weihnachtsfest, aber dafür ein hoher finanzieller Schaden.

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