Gefahr für Handel einer ganzen Region
Auf bis zu 20.000 Quadratmetern sollen Kunden ab 2017 in Werl einkaufen können.

Die Politiker befürchten eine massive Schädigung des Einzelhandels. In ihrer Erklärung heißt es unter anderem: „Wir fordern die Stadt Werl auf, die Planungen für ein Factory Outlet Center (FOC) mit seinen nicht vorhersehbaren Risiken für die Innenstädte einer ganzen Region einzustellen.“

Beteiligt haben sich an der „Hammer Erklärung“ die Städte Ahlen, Arnsberg, Bergkamen, Bönen, Dortmund, Hagen, Hamm, Iserlohn, Kamen, Lippstadt, Lünen, Menden, Meschede, Paderborn, Schwerte, Soest, Sundern, Unna, Warstein und Werne.

Sorge um die Innenstädte

„Es darf nicht sein, dass Factory Outlet Center auf der grünen Wiese die Nachfrage nach den wichtigsten Leitsortimenten, wie Bekleidung und Schuhen, aus den Innenstädten abziehen – und deren Lebendigkeit zerstören“, betonte der Hammer Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann.

Kampf mit rechtlichen und politischen Mitteln

Die Vertreter der Städte wollen mit allen rechtlichen und politischen Mitteln gegen den FOC-Bau kämpfen und wollen auch die zuständigen Landesministerieneinschalten. Sie fordern den Regionalrat und die Bezirksregierung in Arnsberg auf, kein regionalplanerisches Verfahren einzuleiten.

In Werl  ist der Bau eines Factory Outlet Centers mit bis zu 20.000 Quadratmeter  Verkaufsfläche geplant. Frühester Termin der Fertigstellung: in fünf Jahren. Die Investitionssumme beläuft sich auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag.

Die Pläne der Stadt Werl mit dem Outlet Center und weitere Informationen zum Bau in der Mittwochsausgabe der „Glocke“ und des „Ahlener Tageblatts“.

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