Genial: Ein Kleiderschrank für Blinde
Bild: Bothe
Mithilfe von Transpondern in den Kleidungsstücken und einem Lesegerät „erkennt“ der Kleiderschrank für Blinde, ob die ausgewählten Sachen zueinander passen. Miriam Löcke vom Erfinder-„Team Epunkt e.“ aus Paderborn demonstriert das System am Modell.
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Den Rollator mit Antrieb haben Reinhard Brück aus Paderborn und Hermann Rakers aus Bad Lippspringe konstruiert. Der Clou: Der Benutzer kann sich, wenn er nicht mehr selbst gehen möchte, auf eine kleine, per Knopfdruck ausklappbare Trittplattform stellen. Den Antrieb übernimmt dann ein Elektromotor mit Akku. „Der hat eine Reichweite von vier Stunden beziehungsweise acht Kilometern“, sagt Brück - die Höchstgeschwindigkeit liegt bei zwei Stundenkilometern.

Im Kleiderschrank für Blinde sind alle Kleidungsstücke mit einem Transponder ausgestattet. Ein Lesegerät registriert beispielsweise, welche Hose der Blinde gerade herausgenommen hat - und schlägt vor, welcher Pullover dazu passt. Greift er dann zu einem Pullover in einer nicht zur Hose passenden Farbe, gibt das System Alarm. Entwickelt hat die Idee eine Gruppe jugendlicher Tüftler aus Paderborn und Umgebung, die sich im „Team Epunkt e.“ zusammengeschlossen haben.

Gezeigt werden darüber hinaus zum Beispiel eine Uhr, die in einer Ecke hängen kann, ein wegwerfbares Abflusssieb, ein pannenfreier Fahrradreifen und eine Badewanne, die sich der Körperform anpasst. Geöffnet ist die Messe in der Stadthalle Gütersloh noch am Freitag von 9 bis 17 Uhr.

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