Germania wird zum FMO-Hoffnungsträger
Bild: dpa
Ein attraktiver Partner am Flughafen Münster/Osnabrück: Die Airline Germania baut ihre Kapazitäten deutlich aus - und steuert auch weitere Ziele von Greven aus an.
Bild: dpa

 Das erklärte  Claus Altenburg, Vertriebsdirektor bei Germania, jetzt bei einem Pressetermin. Seine Fluggesellschaft wolle damit der steigenden Nachfrage nach Flügen von Münster/Osnabrück gerecht werden. Genau diese habe sich in den vergangenen Monaten immer klarer herauskristallisiert. Vor allem auch, nachdem die österreichische Fluggesellschaft Niki Insolvenz anmelden musste – und somit ihre Mallorca-Flüge vom Flughafen Münster/Osnabrück für die kommende Sommersaison zunächst wegfielen. Hier springt nun mit 30.000 zusätzlichen Sitzplätzen zu einem großen Teil Germania ein. Der Rest der von Niki angebotenen 50.000 Plätze wird durch andere Fluggesellschaften aufgefangen. Auch nimmt Germania im Sommer zwei neue Ziele mit auf: Istanbul und Thessaloniki.

Passagierzahlen steigen

In der Wintersaison werde die Airline durch den Einsatz eines zweiten Flugzeugs ihr Sitzplatzangebot nahezu verdoppeln, sagt Altenburg. Es gehen dann auch in der kalten Jahreszeit Flieger nach Mallorca und Antalya, häufiger wird Teneriffa

Wollen wegen steigender Nachfrage das Flug-Angebot in der kommenden Saison weiter ausbauen: (v.l.) Prof. Rainer Schwarz, Geschäftsführer des Flugshafens Münster/Osnabrück (FMO), Claus Altenburg, Vertriebsdirektor der Germania Fluggesellschaft, sowie FMO-Sprecher Andrés Heinemann.
angesteuert sowie erstmals die portugiesische Insel Madeira. Altenburg: „Wir sind gerne am FMO, die Zusammenarbeit klappt gut und wir wollen noch lange bleiben“. Seine Fluggesellschaft investiere viel in regionale Standorte. Worte, die Prof. Dr. Rainer Schwarz gern hört. Er ist seit einem Jahr Geschäftsführer in Greven und setzt auf Germania als neuen starken Partner, der – so die Hoffnung – nach und nach ähnlich präsent werden könnte wie Air Berlin jahrelang am FMO. Die 25-jährige Zusammenarbeit endete im Herbst 2016 – rund ein Jahr vor der großen Pleite. Derzeit sieht es so aus, als würden Schwarz’ Pläne aufgehen. Seit seinem Amtsantritt steigen die Passagierzahlen wieder. Der Negativrekord von 785 000 Passagieren im Jahr 2016 scheint vergessen. 2017 flogen bereits wieder 970 000 Menschen vom FMO. Und auch der Start ins neue Jahr ist laut dem Geschäftsführer bereits geglückt: „Im Januar hatten wir einen Zuwachs von 13 Prozent.“ Der Flughafen Münster/Osnabrück komme langsam wieder in den Köpfen der Menschen an.

Noch viel Potenzial

In Germania sieht FMO-Geschäftsführer Rainer Schwarz noch viel Potenzial. Derzeit wachse die Fluggastzahl stetig, 2019 könne – wenn die Kooperation weiter so gut läuft – die Marke von 300.000 Passagieren geknackt werden. Und dann könne auch über einen weiteren Ausbau des Sitzplatzangebots nachgedacht werden. „Das Interesse von den Reiseveranstaltern ist auf jeden Fall da“, sagt Schwarz. Er setzt aber auf Wachstum mit Bedacht. Und er findet es gut, dass Germania sich auf das Kerngeschäft Ferienziele konzentriert. „Wir haben seit 2015 die Ziele am FMO von 12 auf 16 erhöht. Und ich bin sicher, dass es 2019 noch mehr sein werden“, erklärt Claus Altenburg, Germania-Vertriebsdirektor, den Willen, weiterhin zu wachsen. An alte Glanzzeiten mit Air Berlin anzuknüpfen, das dürfte am FMO aber noch dauern.

SOCIAL BOOKMARKS