Gerritzen und Metzelder in Ehrengalerie

Wolfgang Hölker (links) mit den neuen "Ehrenwestfalen" Fiffi Gerritzen und Christoph Metzelder (rechts). In der Mitte Gerritzens Ehefrau Helga.

„Sie haben ihre im Fußball erreichte Popularität genutzt, um Gutes für die Menschen in Westfalen zu tun“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Alternative, Wolfgang Hölker. Hätten Metzelder und Gerritzen ihre Fußballerkarriere zeitgleich bestritten, wären sie Mannschaftskollegen beim SC Preußen Münster gewesen.

Gerritzen lebte bürgerschaftliches Engagement

Fiffi Gerritzen, 2007 im Alter von 80 Jahren gestorben, einer der Spieler des „100.000-Mark-Sturms“ in der Saison 1950/51, engagierte sich in vielen sozialen Projekten im Münsterland. Gerritzen gehörte zum Kreis der großen Fußballspieler der Nachkriegszeit. Der Fußball war in dieser Zeit für die große Mehrheit der Deutschen das Lebenselixier. „Mach den Menschen jeden Tag eine Freude“ lautete Gerritzens Maxime. Er begann schon zu aktiven Fußballerzeiten mit seinem ehrenamtlichen Engagement, das er bis zu seinem Lebensende in unterschiedlichen Bereichen, vor allem jedoch gestalterisch und künstlerisch beibehielt.
„Mit Felix „Fiffi“ Gerritzen wird eine Persönlichkeit der Zeitgeschichte geehrt und nicht eine historische Persönlichkeit. Er lebte etwas vor, was seit gut einem Jahrzehnt von allen gesellschaftlichen Akteuren als ein notwendiges und unverzichtbares Element moderner Gesellschaften angesehen wird: bürgerschaftliches Engagement“, hieß es in der Laudation auf die Fußballlegende. 

„Vergiss nie, wo du herkommst“

Christoph Metzelder war in seiner Eigenschaft als langjähriger Fußballprofi bei westfälischen Bundesligisten (Borussia Dortmund und Schalke 04) sowie bei Real Madrid Botschafter für die Region – bundesweit und auch international.
Dass Metzelder der Richtige gerade für die Westfälische Ehrengalerie ist, zeigt sein Verhältnis zur Region. Christoph Metzelder hat es auf den Punkt gebracht: „Entdecke die Welt, aber vergiss nie, wo du herkommst. Als Fußballprofi durfte ich die Welt bereisen, doch meine Heimat ist Haltern am See. Dorthin bin ich immer zurückgekehrt. Als Kind Westfalens freue ich mich sehr über die Aufnahme in die Westfälische Ehrengalerie. Stolz macht mich, dass ich diesen Platz neben einer Legende wie Fiffi Gerritzen einnehmen darf.“

Initiative will regionales Selbstbewusstsein stärken

Mit der Westfälischen Ehrengalerie will die Westfalen-Initiative das Selbstbewusstsein Westfalens und die Identifikation der Bürger mit ihrer Region stärken. Sie zeichnet alle zwei Jahre jeweils eine historische und eine kongenial wirkende, lebende Persönlichkeit aus, die sich in besonderer Weise um Westfalen verdient gemacht hat.

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