Gewaltopfer fordern selten Entschädigung
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Menschen, die zwischen 1949 und 1975 Opfer von Misshandlungen in der Psychiatrie und Behindertenheimen geworden sind, können Entschädigungen für ihr Leid einfordern.
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Allerdings hätten deutlich mehr Menschen Anspruch auf Entschädigung, teilte die Stiftung Anerkennung und Hilfe am Dienstag mit. Seit rund neun Monaten können sich Betroffene dort beraten lassen - und unter Umständen Geld als Wiedergutmachung erhalten.

Rund 3300 Menschen können Ansprüche stellen

Die Stiftung geht davon aus, dass insgesamt rund 3300 Menschen in NRW Leistungen erhalten könnten. Anspruchsberechtigt ist jeder, der zwischen 1949 und 1975 Opfer von Misshandlungen in der stationären Behindertenhilfe oder Psychiatrie geworden ist. Wer einen Anspruch anmelden will, hat noch bis Ende 2019 Zeit.

Landschaftsverbände haben 3,8 Millionen Euro ausgezahlt

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat nach eigenen Angaben bislang insgesamt 1,56 Millionen Euro an 160 Menschen ausgezahlt. Im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) waren es 2,24 Millionen. „Es gibt viele Betroffene, die sich noch nicht an uns gewandt haben. Wir ermutigen diese Menschen, sich bei uns zu melden“, erklärte Lorenz Bahr vom LVR.

Bund und Länder hatten 2016 einen Fonds für Menschen beschlossen, die als Kinder in Behindertenheimen oder der Psychiatrie Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt waren oder in Heimen ohne Bezahlung arbeiten mussten.

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