Gildemeister mit vollen Auftragsbüchern
Der höchste Auftragseingang der Unternehmensgeschichte, der zweithöchste Umsatz und ein satter Gewinnsprung - dem Bielefelder Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister geht es so richtig gut.

"Die Finanz- und Schuldenkrise dämpft allerdings die Investitionsbereitschaft in Europa." Die mögliche Abschwächung könne aber durch die gute Entwicklung in Wachstumsmärkten wie Asien ausgeglichen werden, fügte Kapitza hinzu.

Höchster Auftragseingang der Geschichte

Im vergangenen Jahr hatte das im MDax notierte Unternehmen mit 1,9 Milliarden Euro (plus 36 Prozent) den höchsten Auftragseingang seiner Geschichte. Der Umsatz stieg um 23 Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Euro. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 45,5 Millionen Euro (2011: 4,3 Millionen Euro). Die Zahl der Mitarbeiter stieg weltweit um 600 auf mehr als 6000. Trotz Investitionen von fast 75 Millionen Euro (2010: 39 Millionen Euro) habe das Unternehmen erstmals keine Bankschulden, vor allem wegen der Kapitalerhöhungen von fast 214 Millionen Euro und des Überschusses, sagte Kapitza. Den Aktionären will Gildemeister eine Dividende von 0,25 Euro je Aktie zahlen, nachdem es im Jahr davor eine Nullrunde gegeben hatte.

Bestellfreudige Kundschaft

Kapitza lobte die erfolgreiche Partnerschaft mit dem japanischen Maschinenbauer Mori Seiki. Dazu komme eine weiterhin bestellfreudige Kundschaft. Darum sei er optimistisch für 2012. Der Auftragseingang soll erstmals die Marke von 2 Milliarden Euro überschreiten, der Umsatz 1,9 Milliarden Euro. Der Überschuss soll auf mehr als 65 Millionen Euro klettern. Für das erste Quartal rechnen die Bielefelder mit einem Auftragseingang von mehr als 500 Millionen Euro und einen Umsatz von mehr als 400 Millionen Euro. Aktuell hat Gildemeister einen wachsenden Auftragsbestand von mehr als 900 Millionen Euro, "das reicht für eine Auslastung von fünf Monaten", sagte Kapitza.

Enorme Nachfrage in Asien

Zusammen mit Mori Seiki hat Gildemeister am Weltmarkt für Werkzeugmaschinen mittlerweile einen Anteil von 65 Prozent. Besonders dynamisch ist die Nachfrage in Asien. Gerade nach China hätte Gildemeister ohne die langwierigen Exportkontrollen hierzulande das Zwei- bis Dreifache an Maschinen verkaufen können, sagte Kapitza.

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