Größte Barockorgel Westfalens restauriert
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Ein Genuss für Zuhörer wie für den Organisten. Die Barockorgel in Borgentreich im Kreis Höxter gilt als weltweit einzigartig.
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Noch vor einigen Jahren sah die Barockorgel wirklich alt aus. Nach umfassender Restaurierung erstrahlt sie nun wieder in neuem Glanz. Jetzt rüstet sich das kleine Städtchen im östlichen Zipfel Ostwestfalens für den Ansturm zur feierlichen Orgelweihe. 1803 zog ein denkwürdiger Wagentreck vom Augustiner Chorherren Kloster in Dalheim zum 40 Kilometer entfernten Borgentreich. 32 Ackerwagen bringen die zerlegte Orgel des Klosters an ihren neuen Platz. Vermutlich im 16. Jahrhundert war die erste Orgel in die Klosterkirche eingebaut worden. Im 17. Jahrhundert bekommt der Hauptteil des Instruments seine heutige Form. Es folgen manche Veränderungen, etwa der Umbau von der Renaissance- zur Barockorgel, bis das Kloster im Zuge der Säkularisierung aufgelöst und die Orgel nach Borgentreich gebracht wird. „Auch danach hatte die alte Dame eine bewegte Geschichte“, sagt Kraemer.

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