Gronau: Sicherheitsprüfung bis 2013
dpa
Geduldsprobe: Die Sicherheitsüberprüfung der Uranaufbereitungsanlage in Gronau könnte nach Angaben der Landesregierung bis 2013 dauern.
dpa

Berichten zufolge will die das Unternehmen Urenco als Betreiber der Anlage im Kreis Borken voraussichtlich im Herbst 2011 die ersten Unterlagen zur Verfügung stellen. Erste Teilergebnisse zu Themen wie Erdbeben- oder Überflutungssicherheit könnten nach Angaben der Atomaufsicht "auch schon früher vorliegen", hieß es aus dem Ministerium. 

 Am Samstag war in Gronau Alarm in der Raumluftüberwachung ausgelöst worden. Es kam zur Freisetzung von Uranhexafluorid aus einem Ventil in einem Heizschrank. Menschen wurden nicht verletzt.Insgesamt gab es laut Landesregierung seit dem Jahr 2000 in Gronau 16 meldepflichtige Ereignisse.

Die Uranfabrik im Münsterland besteht seit 1985. Die Anlage an der deutsch-niederländischen Grenze ist die einzige zur kommerziellen Urananreicherung in der Bundesrepublik. Betreiber ist die Urenco-Gruppe, an der je ein Drittel indirekt die niederländische und die britische Regierung halten. Das übrige Drittel teilen sich die deutschen Energiekonzerne RWE und Eon.

Die Haupttätigkeit der Uranfabrik liegt nach eigenen Angaben in der Bereitstellung von angereichertem Uran für die Brennelemente von Atomkraftwerken.

SOCIAL BOOKMARKS