Große Unterschiede bei Kaiserschnitt-Rate
Bild: dpa
Die  Zahl der Kaiserschnitte variert in Deutschland stark zwischen den einzelnen Regionen.
Bild: dpa

Während zum Beispiel im Rhein-Sieg-Kreis nur knapp 24 Prozent der Mütter eine Kaiserschnitt-Geburt haben, sei die Rate in Olpe mit 43 Prozent nahezu doppelt so hoch, heißt es im „Faktencheck Gesundheit". Die Rate im Rhein-Sieg-Kreis sei seit 2007 nur um zwei Prozentpunkte gestiegen, während sie in Olpe um acht Prozentpunkte wuchs.

Kreise liegen im Mittelfeld

Zahlen & Fakten: In Deutschland kommt jedes dritte Kind durch einen Kaiserschnitt auf die Welt - Tendenz steigend. Vor 20 Jahren lag der Anteil der Kaiserschnittgeburten erst halb so hoch (16,2 Prozent). Auch unter den Bundesländern gibt es Unterschiede: Während in Sachsen nur 23 Prozent der Kinder im Jahr 2010 per Kaiserschnitt entbunden werden, sind es in NRW 32 Prozent gewesen.
Die Region liegt in der Studie im Mittelfeld mit Werten um 30 Prozent. In Ostwestfalen ist die Anzahl der Kaiserschnittgeburten etwas geringer als im Münsterland: Der Kreis Gütersloh und Bielefeld kommen jeweils auf 29 Prozent, während es im Kreis Warendorf 32 Prozent und in Münster 31 Prozent sind.

Alter der Mutter nicht ausschlaggebend

Die Gründe für diese regionalen Unterschiede sehen die Autoren der Analyse vor allem in unterschiedlichen Risikobewertungen der Geburtshelfer in den einzelnen Regionen. Andere bisher häufig genannte Begründungen, wie das steigende Alter der Mütter schienen dagegen nur eine untergeordnete Rolle zu spielen. Im Kreis Olpe liege der Anteil der Kaiserschnitte für Mütter unter 20 Jahren bei 45 Prozent. Im Rhein-Sieg-Kreis würden dagegen nur 16 Prozent der Frauen im Alter unter 20 per Kaiserschnitt entbunden.

SOCIAL BOOKMARKS