Grüner Polizeipräsident geht in den Ruhestand
Hubert Wimber, erster grüner Polizeipräsident, geht in den Ruhestand.

Am Sonntag will er sich um 20.15 Uhr den ARD-"Tatort" aus Münster im Fernsehen ansehen, wie er verriet. Anschließend muss er bis 24 Uhr noch damit rechnen, dass er als Behördenleiter wichtige Entscheidungen zur Gefahrenabwehr am Telefon treffen muss. Dann ist für den 66-Jährigen um Mitternacht Schluss.

Provokante Thesen

Wimber war während seiner Dienstzeit immer wieder mit provokanten Thesen aufgefallen. Er setzte sich für den straffreien Konsum von Cannabis ein und forderte, dass seine Beamten bei Bagatell-Unfällen nicht mehr ausrücken müssen. Politische Gegner trieb das regelmäßig auf die Palme.

Als die größte Herausforderung seiner Amtszeit bezeichnet er den Castor-Transport 1998 nach Ahaus ins westliche Münsterland. Als Polizeipräsident musste er mit mehreren tausend Polizisten die Atomkraftgegner in Schach halten - zum Ärger mancher Grüner.

SOCIAL BOOKMARKS