Haft wegen Brandstiftung im Flüchtlingsheim
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Durch ein Feuer wurde die Flüchtlingsunterkunft in Hövelhof Anfang des Jahres komplett zerstört. Jetzt ist ein 22-jähriger Algerier wegen besonders schwerer Brandstiftung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.
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Für die Strafkammer stand am Dienstagabend nach fünf Verhandlungstagen fest, dass der Algerier mit der Brandstiftung am 5. Januar diesen Jahres seine Verlegung in eine andere Unterkunft erzwingen wollte. Ein Zeuge hatte die Brandstiftung beobachtet und im Prozess ausgesagt.

Bei dem Brand wurde die als Flüchtlingsunterkunft dienende frühere Militärbaracke völlig zerstört, zahlreiche Menschen erlitten Rauchvergiftungen.

Zwölf Wochen Dauerarrest für 20-Jährigen

Die Strafkammer verhängte außerdem gegen einen 20-jährigen damaligen Bewohner der Flüchtlingsunterkunft wegen versuchter Sachbeschädigung zwölf Wochen Dauerarrest nach Jugendstrafrecht. Dessen 27-jähriger Brüder bekam wegen versuchter Sachbeschädigung eine Geldstrafe. Dabei ging es um Möbel, die in jenem Zimmer zerschlagen worden sein sollen, in dem das Feuer später seinen Anfang nahm.

Angeklagt waren die beiden aus Algerien stammenden Brüder ursprünglich ebenfalls wegen besonders schwerer Brandstiftung. Beide werden für die fast sieben Monate dauernde Untersuchungshaft nun finanziell entschädigt.

Verteidiger hatten auf Freispruch pläydiert

Die Verteidiger aller drei Angeklagten hatten Freisprüche gefordert. Sie hielten sämtliche Tatvorwürfe für nicht erwiesen, unter anderem wegen Verständigungs- und Übersetzungsschwierigkeiten zwischen Bewohnern der Unterkunft und Dolmetschern während des Prozesses.

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