Haftstrafe für IS-Terroristen  aus Herford
Das Oberlandesgericht Düsseldorf wird an diesem Freitag das Urteil im Prozess gegen zwei mutmaßliche IS-Terroristen verkünden. Ein Angeklagter stammt aus Herford.

 Sechs Jahre und drei Monate Haft muss Mustafa C. aus Mönchengladbach ins Gefängnis. Der Konvertit Sebastian B. aus Herford wurde zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Bundesanwaltschaft hatte für den Mönchengladbacher siebeneinhalb Jahre Haft, für den gleichaltrigen Mann aus Herford fünfeinhalb Jahre Strafe beantragt.

Der Extremist aus Herford hatte vor Gericht eingeräumt, dass er nach Syrien gereist war. Er bestätigte auch, dass er ein Ausbildungscamp der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) besucht hat. Seine Reise habe aber keine terroristischen, sondern humanitäre Hintergrunde gehabt. Der Angeklagte war Anfang 2015 von einem Spezialeinsatzkommando der Polizei in seiner Wohnung in Herford festgenommen worden. In Herford gibt es nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden eine sehr aktive Salafisten-Szene. Bis zu sechs Personen aus der Szene sollen in den Irak und nach Syrien gereist sein, um dort für den IS zu kämpfen. Medienberichten zufolge soll ein aus Tschetschenien stammender anerkannter Asylbewerber der Kopf der Herforder Extremisten-Gruppe sein. Er wird von den Behörden als Gefährder eingestuft und steht unter Beobachtung.

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