Haftstrafe nach Vergewaltigungsserie
 

Der wegen Stalkings vorbestrafte Mann hatte sein Opfer nur kurz nach der Verhängung eines strikten Kontaktverbots heimgesucht.  Richter Hans-Joachim Mankel sagte in der Urteilsbegründung: „Er hat ihr das Leben zur Hölle gemacht.“ Im Urteil ist von mindestens fünf Vergewaltigungen die Rede. Zweimal soll dabei auch ein Messer im Spiel gewesen sein. Außerdem war im Prozess bekannt geworden, dass der 36-Jährige sein Opfer zu Ekel-Ritualen gezwungen haben soll. So musste die Frau angeblich vorgekautes Essen herunterschlucken.

 Nach Erkenntnissen der Richter lebt die zur Tatzeit 35-jährige Frau inzwischen völlig zurückgezogen. Sie leide unter Waschzwang und könne keinerlei familiäre Aufgaben mehr wahrnehmen. Ihr Ex-Mann hatte im Prozess von einer Art „Wachkoma“ gesprochen. Der Angeklagte hatte die Vergewaltigungsvorwürfe am 27. von insgesamt 29 Verhandlungstagen doch noch gestanden. Mit dem Urteil blieb die 7. Strafkammer unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die acht Jahre Haft gefordert hatte.

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