Haftstrafen für untreue Beamte
Die beiden Angeklagten müssen für mehrere Jahre hinter Gitter.

Ein 51 Jahre alter Angeklagte erhielt eine Strafe von vier Jahren und drei Monaten, ein 46-Jähriger von drei Jahren und vier Monaten. Die beiden Männer hatten die Vergehen vor Gericht eingeräumt.

Fehlbetrag von mehr als 1,3 Millionen Euro

Eine Liste, die einer der beiden Angeklagten penibel angefertigt hatte, verzeichnete 2582 Fälle seit Ende 2007. Der Bezirksregierung entgingen dadurch Gebühren von 984.000 Euro. Eine Überprüfung der Akten von 2005 bis Mitte 2011 ergab sogar einen Fehlbetrag von mehr als 1,3 Millionen Euro.

Einige der Fälle waren aber verjährt, andere wären nur mit erheblichem Aufwand nachzuweisen gewesen. "Die Angeklagten haben sich über alles, was man sich unter einem Beamten vorstellt, dreist hinweggesetzt", sagte der Vorsitzende Richter Michael Reineke in seiner Urteilsbegründung. 

Wie die Beamten anfingen zu Betrügen, lesen sie in der Donnerstag-Ausgabe der „Glocke“.

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