Handwerk sucht weiter nach Fachkräften
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Positiv beurteilen die Unternehmen in OWL die Personalentwicklung im Handwerk in den kommenden Monaten. Das geht aus einer Unternehmensbefragung der Bielefelder Handwerkskammer hervor.
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15 Prozent der Unternehmen haben ihren Mitarbeiterstamm erweitert, mit weniger Personal kommen 13 Prozent der Befragten aus. Auch in den kommenden Monaten beurteile man die Personalentwicklung positiv, sagte ein Kammersprecher am Dienstag in Bielefeld: „Die Personalplanungen im Handwerk bleiben expansiv.“ 15 Prozent der befragten Betriebe geben an, im nächsten halben Jahr den Personalbestand aufstocken zu wollen. Demgegenüber stünden nur acht Prozent der Unternehmen, die Stellen abbauen wollen. Mehr als drei Viertel der Handwerksbetriebe (77 Prozent) möchten die Belegschaften unverändert lassen.

Die Ergebnisse signalisierten eine hohe Arbeitsplatzsicherheit für die qualifizierten Arbeits- und Fachkräfte im Handwerk, hieß es weiter. Es bleibe zu hoffen, dass der Fachkräftemangel nicht einen Teil dieser Pläne zunichte mache. Der Markt für qualifiziertes Personal sei „faktisch leergefegt“. Von den Schwierigkeiten bei der Rekrutierung qualifizierter Mitarbeiter seien nahezu alle Branchen betroffen.

Die Absicht, Personal aufzustocken, nennen vor allem die Handwerke für den gewerblichen Bedarf (20 Prozent) sowie die Nahrungsmittel- und Gesundheitsgewerbe (jeweils 19 Prozent). Deutlich zurückhaltender über die nahe Zukunft äußern sich die personenbezogenen Dienstleistungsgewerbe (5 Prozent) und die Ausbaugewerbe (14 Prozent), die jedoch gleichzeitig angeben, ihren Personalstamm kaum verkleinern zu wollen.

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