Herzog und Steinbrück einig: Euro retten
Foto: MünsterView.de/Heiner Witte
Beim Havichhorster Gespräch auf Gut Havichhorst
(v.l.): Peer Steinbrück,  Prof. Dr. Roman Herzog, Franz-Josef Möllers (Gastgeber im Namen der Stiftung Westfälische Landschaft)
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Steinbrück, einst auch NRW-Ministerpräsident, sowie Roman Herzog, von 1994 bis 1999 siebter Bundespräsident des Landes, waren von der Stiftung Westfälische Landschaft gebeten worden, über den Euro in der Krise zu reden.

Herzog, ganz Staatsmann und Staatsrechtler, forderte für die gegenwärtige Krise eine pragmatische Lösung, vor allem eine „ohne diese langweiligen Beschuldigungen in der Politik“. Genau so wichtig sei es jedoch, für künftige Währungsturbulenzen saubere Regeln aufzustellen. „Vor allem benötigen wir eine klare Vorstellung davon, wer in die EU darf und wer nicht“, forderte Herzog.

 Peer Steinbrück (SPD) ging weiter. Wenn es jetzt nicht gelinge, die europäische Idee zu retten, rutsche Deutschland in den kommenden 20 Jahren ab. „Was geschieht denn, wenn wir die D-Mark wieder einführen? Die Deutsche Währung schießt hoch bis zum Mond, die anderen sinken bis ins Erdinnere. Das bedeutet das Ende für den deutschen Export, der 45 Prozent des Bruttosozialprodukts ausmacht“, rechnete Steinbrück vor.

Steinbrücks Reaktion auf angkündigte Steuersenkungen lesen Sie am Dienstag in der „Glocke“

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