Hochhausbrand in Herford unter Kontrolle
Bild: Polizei Herford/dpa

Eine Frau wird vermisst. Sie könnte bei dem Feuer in der Herforder Innenstadt ums Leben gekommen sein.

Bild: Polizei Herford/dpa

Der Brand war in einer Wohnung im obersten Stockwerk ausgebrochen. Rund 50 Feuerwehrleute kämpften viele Stunden gegen die Flammen. In der Nacht loderten sie erneut auf, diesmal im Fahrstuhlschacht des fünfstöckigen Hauses. Erst am Donnerstagmorgen gaben die Kräfte erste Entwarnung.

Feuerwehrleute total erschöpft

Fünf Senioren waren am Mittwoch mit Rauchvergiftungen in Krankenhäuser gebracht worden. Die Stadt kümmerte sich um die Unterbringung der anderen Bewohner, die teilweise zunächst in Hotels unterkamen. Zudem wurden zwei Feuerwehrleute in einer Klinik behandelt - wegen totaler Erschöpfung.

Man habe das Dach inzwischen mit einem Spezialkran geöffnet, sagte eine Feuerwehr-Sprecherin. „Es konnte aber noch niemand in die Wohnung rein, weil ein Statiker dringend abgeraten hat.“

Die Polizei beschlagnahmte das Gebäude, das nun zunächst abkühlen muss. Medienberichten zufolge sollen bis 700 Grad geherrscht haben in dem Haus.

Brandursache bisher nicht klar

Ein Polizeisprecher ergänzte, es sei extrem schwierig, von oben herab aus einem Korb heraus zu arbeiten. Wann die Wohnung betreten werden könne, in der die vermisste Frau vermutet wird, sei unklar.

Die Brandursache müsse noch ermittelt werden. In dem Haus gab es den Angaben zufolge 15 Seniorenwohnungen. Auch ein Nachbargebäude war aus Vorsichtsgründen evakuiert worden.

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