Hochwasser: Helfer aus der Region mobilisiert
Bild: Hahn

Auf dem Bild sind Oelder THW-Helfer bei der Vorbereitung kurz vor Abfahrt am Mittwochmittag zu sehen: v.l. Philipp Krümpel (Fachhelfer), Daniel Thiemann (Gruppenführer), Joel Klaßen (Jugendbeauftragter).

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Die Berufsfeuerwehr am Yorkring in Münster sammelt (leere) Sandsäcke, die in Osten verschifft werden sollen. Organisiert wird dies von der Bezirksregierung Münster. Diese hat laut Oberbrandmeister Roland Tresp (Feuerwehr Ahlen) bei den Feuerwehren in den Kreisen angefragt, wer (leere) Sandsäcke zur Verfügung stellen kann.

Die Wehr in Ahlen gibt 2000 Stück und hat am Mittwochmorgen einen Lastwagen zum Sammeln durch den Kreis Warendorf geschickt. Der holt eben aus Ahlen, Wadersloh, Oelde, Warendorf und Telgte insgesamt 18.700 (leere) Säcke ab, die dann zur Berufsfeuerwehr nach Münster kommen.

Einsatz für Kräfte aus Oelde beginnt am Mittwoch

15 Helfer des Technischen Hilfswerks in Oelde brachen am Mittwochmittag zu ihrem Hilfseinsatz auf. Zunächst soll ein Sammelpunkt an der Autobahn 2 bei Herford angesteuert werden, danach ist Schönbeck in Sachsen-Anhalt an der Elbe das Ziel. Ob dies auch Einsatzort der Oelder sein wird, und ob die Oelder Helfer während des Einsatzes zusammenbleiben, steht am Mittwochmittag noch nicht fest.

Auch der Tauchtrupp der DLRG in Warendorf steht auf Abruf bereit. 500 ehrenamtliche Kollegen der Emsstädter sind bereits in den Katastrophengebieten im Einsatz, die gegebenenfalls unterstützt und abgelöst werden müssen. Startklar ist auch das Technische Hilfswerk in Warendorf: „Alle Vorbereitungen sind getroffen“, sagte am Mittwoch THW-Vertreter Markus Leifhelm.

Auch aus Beckum rücken Helfer an

Vom Technischen Hilfswerk in Beckum sind am Mittwochmittag zwei Fahrzeuge mit 16 Helfern und zwei Helferinnen aufgebrochen. Sie unterstützen die Kräfte vor Ort im Salzlandkreis südlich von Magdeburg. „Das Wasser muss weiterhin abgepumpt oder Schutzwälle errichtet werden“, erklärt Richard van Hazebrouck die Aufgaben der Beckumer Helfer. Falls sich die Lage verschlimmere, müssten die Frauen und Männer bis einschließlich Montag mit einem Dienst in Sachsen-Anhalt rechnen.

Die DLRG-Ortsgruppe Beckum-Lippetal entsendet nach Anfrage an Freiwillige keine Helfer in die Hochwassergebiete. Auf Bezirksebene stehen fünf Taucher und ein Boot bereit, um im Fall eines Einsatzes auszurücken.

250 Lunch-Pakete aus Gütersloh für Rettungskräfte

Als Ortsgruppe mit einem „Fachbereich Versorgung“ wurde dabei am Mittwoch auch spontan der THW-Ortsverband Gütersloh mit einer Hilfsmaßnahme beauftragt. Fünf Helfer um Verpflegungstruppführer Bastian Siekmann packten binnen drei Stunden in Windeseile 250 Lunch-Pakete zur Versorgung der Kräfte während der Anreise.

Ohne erkennbare Hektik wurden 500 frische, kurzfristig bestelle Brötchen sowie 250 Schnitzel, 250 Frikadellen, Joghurts, Bananen, Kaugummis, Süßigkeiten, Obst, Kaugummis, Käse-Stangen sowie von Hand umgefüllte Kartoffelsalat-Portionen in den einzelnen Tüten verstaut.

Ob die Gütersloher Einsatzgruppe „Wasserschaden/Pumpen“ eventuell auch zum Kampf gegen Wassermassen im Süden oder Osten herangezogen wird, ist derzeit völlig offen.

Hochwasser bringt Hagener DRK-Blutspendedienst in Bedrängnis

Die Hochwasserkatastrophe hat den Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Bedrängnis gebracht. Das DRK ruft jetzt Spender in den nicht betroffenen Gebieten auf, verstärkt die bestehenden Termine wahrzunehmen. Nur so könnten ausreichend Blutpräparate für die Patientenversorgung bereitgestellt werden, teilte der Blutspendedienst West am Mittwoch im westfälischen Hagen mit.

In Teilen von Bayern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sei es zum Ausfall von Terminen gekommen und werde es auch weiterhin kommen. Bis zum Wochenende könne es auch zum Ausfall von Terminen entlang der Elbe in Sachsen-Anhalt und in Teilen von Niedersachsen kommen.

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