Holzwirtschaft in OWL gegen Nationalpark
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Wirtschaftliche Einbußen erwartet die regionale Holzwirtschaft durch einen Nationalpark.
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 Die beiden Kammern haben die betroffenen Unternehmen aus der Holz- und Forstwirtschaft sowie nachgelagerter Branchen wie Holz- und Möbelproduktion befragt. 160 Unternehmen beteiligten sich daran. „Die Diskussion um die Einrichtung eines Nationalparks in der Region Ostwestfalen-Lippe ist seit dem Wechsel der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen und einem angekündigten Truppenabzug der Britischen Armee wieder hochaktuell“, nannten die beiden IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Niehoff (Ostwestfalen) und Axel Martens (Lippe) den Grund für die   Umfrage.

2800 Arbeitsplätze in Gefahr

Abgefragt wurden die Meinungen zu den beiden diskutierten Flächenvorschlägen Teutoburger Wald/Eggegebirge und Truppenübungsplatz Senne sowie die konkreten Betroffenheiten der Firmen. „Bei einer Beendigung der Waldbewirtschaftung für eine Nationalparknutzung wird der stark nachgefragte Rohstoff Holz knapp und teuer, zudem stellt sich die Standortfrage für direkt abhängige Betriebe wie Sägereien“, analysiert Martens die Gründe der großen Ablehnung eines eventuellen Nationalparks Teutoburger Wald/Eggegebirge durch die betroffene Holz- und Forstwirtschaft. Der Umfrage zu Folge wären 77 Unternehmen dieser Branchen aus der Region erheblich bis existenziell von einem Nationalpark Teutoburger Wald/Eggegebirge betroffen. „Das wären 2800 Arbeitsplätze in Ostwestfalen-Lippe“, rechnet Martens für die betroffenen Branchen hoch.

 Ein sehr unterschiedliches Meinungsbild ergab die Umfrage für einen Nationalpark auf dem Gelände des derzeitigen Truppenübungsplatzes Senne. „Von den befragten Unternehmen halten das 39 Prozent für kritisch, 27 Prozent für unkritisch und 34 Prozent für unterstützenswert“, erläutert Niehoff. Die Fläche sei als FFH-Naturschutzgebiet in Militärnutzung als Truppenübungsplatz und holzwirtschaftlich kaum genutzt.

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