Horrorhaus: Gutachter unter Druck
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Gutachter Michael Osterheider (l.) gerät im Prozess um die Misshandlungen im sogenannten Horrorhaus in Höxter unter Druck. Er ist am Mittwoch nicht vor Gericht erschienen. Eventuell wird die forensische Psychiaterin und Gutachterin Nahlah Saimeh seine Aufgaben übernehmen. Sie ist bisher zuständig für die Angeklagte Angelika W..
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Als Zeuge befragt wurde am Mittwoch Osterheiders Mitarbeiter. Aus seiner Aussage ergab sich, dass Osterheider in seinem Gutachten Gespräche des Mitarbeiters mit Wilfried W. als eigene Befragungen des Angeklagten angeben haben soll.

Stellungnahme des Gutachters abwarten

Verteidiger Detlev Binder warf Osterheider daraufhin Lügen und Abrechnungsbetrug vor. Das Gericht muss den Sachverhalt jetzt prüfen und eine Stellungnahme des Professors der Uni Regensburg abwarten.

Osterheider verstrickt sich in Widersprüchen

In der vergangenen Woche hatte sich Osterheider bei einer Befragung durch Anwalt Binder in Widersprüche verwickelt. Sollte Osterheider als Gutachter aus dem Prozess ausscheiden, könnte die für die Angeklagten Angelika W. zuständige Sachverständige diese Aufgabe zusätzlich übernehmen, sagte eine Gerichtssprecherin.

Über Jahre hinweg sollen die beiden Angeklagten Frauen in ein Haus nach Höxter in Ostwestfalen gelockt und dort schwer misshandelt haben. Zwei Frauen aus Niedersachsen starben infolge Quälereien.

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