Hunderte Kitas in NRW bleiben geschlossen
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Die Gewerkschaft Verdi hat am Montag mehr als 8000 Beschäftigte im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst zum Streik aufgerufen. In Gütersloh bleiben 18 Kindertagesstätten geschlossen, in Ahlen sind es nach Verdi-Angaben vier Einrichtungen.
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In einigen Städten gebe es Notdienste, zudem seien die betroffenen Eltern frühzeitig über die Schließungen der Kitas informiert worden, sagte ein Sprecher von Verdi NRW am Montagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Bestreikt werden auch die kommunale Jugendhilfe und die Sozialarbeit sowie die Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen.

In Münster werden am Montagvormittag die Verhandlungen mit den Arbeitgebern fortgesetzt. Verdi und die Bildungsgewerkschaft GEW streiten gemeinsam für eine verbesserte Eingruppierung und damit für eine bessere Bezahlung der bundesweit mehr als 300 000 Kinderpfleger, Erzieher und Sozialarbeiter. Die VKA hatte das Ende Februar bei einem Treffen in Hannover abgelehnt.

Mit den Streiks soll nun der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden. Vor und während den Verhandlungen in Münster organisieren die Gewerkschaften eine Protestveranstaltung und eine Demonstration durch die Innenstadt - dazu werden rund 1000 Beschäftigte erwartet.

Aus der Stadt Gütersloh werden laut Petra Meyer, Verdi-Sprecherin für den Kreis Gütersloh, rund 150 Erzieherinnen und Erzieher an der zentralen Kundgebung in Münster teilnehmen. „Insgesamt bleiben heute von den 21 Kindertagesstätten der Stadt Gütersloh 18 geschlossen“, sagte Meyer auf Anfrage der „Glocke“. Die weiteren kommunalen Einrichtungen im Kreis seien nicht betroffen. 

Im Kreis Warendorf werden am Montag vier Einrichtungen bestreikt. Betroffen sind die städtischen Kitas in Ahlen, wie Verdi-Sprecher Bernd Bajor mitteilte. Aus diesen Einrichtungen werden insgesamt etwa 40 Beschäftigte nach Münster fahren.

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