IHK: Ausbildungsmarkt wird Bewerbermarkt
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Unternehmen in OWL haben es zunehmend schwer, Ausbildungsplätze angemessen zu besetzen.
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Die Online-Befragung zu den Ausbildungserwartungen 2011, deren Resultate IHK-Hauptgeschäftführer Thomas Niehoff am Donnerstag in Bielefeld vorstellte, wurde im Rahmen einer bundesweiten Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) bei ostwestfälischen IHK-Mitgliedsbetrieben durchgeführt. 620 Unternehmen beteiligten sich daran.

Die IHK-Umfrage verdeutlicht, dass von Betrieben mit weniger als fünf Auszubildenden zukünftig 49 Unternehmen mehr und 92 Unternehmen weniger Ausbildungsplätze anbieten wollen. Bei Firmen ab 16 Auszubildenden hingegen sei ein deutlich positiveres Signal erkennbar, da insgesamt 41 Unternehmen mehr und lediglich 6 Unternehmen weniger Ausbildungsplätze anbieten wollen. Niehoff: „Wenn wir diese Zahlen gewichten, ergibt sich ein positiver Trend für die Region“.

Naturwissenschaftliche Berufe liegen im Trend

Nach Angaben von Swen Binner, IHK-Geschäftsführer Berufliche Bildung, liegen derzeit vor allem die naturwissenschaftlichen Berufe mit einem Zuwachs von 83,8 Prozent, die Berufe des Verkehr- und Transportgewerbes sowie des Gastgewerbes mit einer jeweiligen Steigerung von 26,9 Prozent und die der Industriekaufleute (+ 25,9 Prozent) deutlich im Plus. Rückgänge bei Ausbildungsverträgen verzeichnet die IHK derzeit hingegen bei Verkäufern (- 28,6 Prozent) sowie bei IT-System-Kaufleuten (- 27,8 Prozent).

IHK-Hauptgeschäftsführer Niehoff machte deutlich, dass der Anteil der Unternehmen steigt, die ihre offenen Ausbildungsstellen nicht komplett besetzen können: „112 Unternehmen haben geantwortet, dass sie im vorigen Jahr nicht alle Ausbildungsstellen besetzen konnten.“ Als größtes Ausbildungshemmnis betrachten die Firmen weiterhin die mangelnde Ausbildungsreife vieler Schulabgänger, allerdings mit leicht rückläufiger Tendenz (rund 69,6 Prozent nach 76,6 Prozent im Vorjahr).

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