IHK: Wachstumsdelle bereits erwartet
Grafik: dpa
Das Bruttoinlandsprodukt im Bund ist im zweiten Quartal um 0,2 Prozent gefallen.
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Der Export wies dabei noch ein leichtes Plus auf.

Der Trend für die Industrie in Nord-Westfalen geht damit in dieselbe Richtung wie die Zahlen des Statistischen Bundesamts zur Entwicklung der Wirtschaftstätigkeit in Deutschland. Danach ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal zurückgegangen.

„Die Stagnation der Wirtschaftstätigkeit kommt nicht unerwartet“, erklärt Bodo Risch (Bild), Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen. Sie bedeute auch eine konjunkturelle Normalisierung, da das erste Quartal durch den milden Winter mit einem Plus von 0,7 Prozent sehr gut ausgefallen war.

Russland-Ukraine-Krise beeinflusst Konjunkturverlauf

Die IHK Nord Westfalen hatte bereits auf ihrer Jahrespressekonferenz im April auf die Abwärtsrisiken für die Konjunktur hingewiesen. Risch sagt: „Dämpfend wirkt sich die Russland-Ukraine-Krise aus, bei den tatsächlichen Auftragsrückgängen, aber noch mehr wegen der allgemeinen Verunsicherung, die auf dem Geschäftsklima lastet. Hinzu kommen die anhaltenden Unruhen und Bürgerkriege im Nahen Osten, die auf die Stimmung drücken.“

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