Ikea streicht zwei Projekte im Ruhrgebiet
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Der Markt Deutschland ist der wichtigste für Ikea: 4,9 Milliarden Euro setzten die Schweden hierzulande im Jahr 2016/2017 um. Eines von 53 Ikea-Häusern in Deutschland ist das in Hamburg-Altona
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„Die dezentrale Lage des Grundstücks abseits des Stadtzentrums ist nicht mehr zukunftsfähig“, sagte Johannes Ferber, Expansionschef von Ikea Deutschland, am Mittwoch über Bottrop. Neben dem Neubau des bestehenden Hauses in Essen sei zwar weiterhin eine Neuansiedlung in Bochum oder in Herne vorgesehen. Jedoch bewertet Ikea „das Potenzial im Ruhrgebiet inzwischen anders als noch vor ein paar Jahren“, erläuterte Ferber.

Zentrale Ansiedlung in den Innenstädten

„Neue Märkte werden künftig in den Innenstädten und den Metropolregionen entstehen. Format und Größe werden unterschiedlich sein“, erklärte der Ikea-Manager. „Wichtig ist eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Auch Kunden ohne Auto müssen uns gut erreichen können.“ Ikea wolle individuelle Standorte entwickeln, „zum Beispiel ohne komplettes Warenlager“, sagte Ferber. Vorstellbar seien Ikea-Stores in der Fußgängerzone, einem Warenhaus oder Einkaufszentrum.

Erste Erfahrungen in der Innenstadt hat Ikea seit 2014 mit dem City-Store in Hamburg-Altona gesammelt. Bei neuen Projekten in den Innenstädten kann sich der Möbelriese auch zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten vorstellen, etwa Büros oder Wohnungen auf dem Dach eines Ikea-Hauses. „Wir trauen uns zu, solche Modelle zu entwickeln. Umgesetzt werden sollten sie dann mit lokalen Partnern“, betonte Ferber.

Bestehende Häuser spielen weiterhin wichtige Rolle

Auch wenn Ikea in Deutschland künftig in die Innenstädte strebt, die bestehenden Häuser außerhalb der Zentren werden Ferber zufolge weiter eine wichtige Rolle spielen. „Die Kunden möchten sich Möbel ansehen und ausprobieren und später vielleicht online bestellen. Wichtig ist für uns eine enge Verzahnung von stationärem und Online-Handel“. Sechs Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschaftet Ikea Deutschland inzwischen online und verzeichnet jährlich zweistellige Zuwachsraten.

Um die Lieferzeiten bei Online-Bestellungen zu verkürzen, plant Ikea mittelfristig sechs bis neun Verteilzentren in Deutschland für bis zu 400 Millionen Euro.

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