Immer mehr Landwirte haben keinen Nachfolger
Immer mehr

Nach den Ergebnissen der Landwirtschaftszählung des Statistischen Landesamts ist die Situation für westfälische Bauern etwas günstiger als bei ihren Kollegen im Rheinland, denn dort haben 73 Prozent der Höfe keinen potenziellen Nachfolger.

Im Kreis Warendorf haben weniger Landwirte Probleme, einen Nachfolger zu finden als im Landesdurchschnitt. 1240 Höfe gibt es im Kreis, 755 haben entweder keinen Nachfolger oder aber die Nachfolge ist noch ungewiss. Das sind 60,9 Prozent.

Im Kreis Gütersloh liegt die Quote deutlich höher: Bei 68,1 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe ist die Nachfolge nach Berechnungen des Statistischen Landesamts noch nicht gesichert.

Vor allem kleine Betriebe hätten Probleme, einen neuen Chef zu finden, zeigt die Statistik. „Mit zunehmender Betriebsgröße steigt auch die Bereitschaft zur Hofübernahme“, schreibt ein Sprecher des Landesamts in einer Pressemitteilung. Während bei 27,4 Prozent der Betriebe mit einer Flächenausstattung von 10 bis 20 Hektar die Hofnachfolge als gesichert eingeschätzt wurde, waren es bei Betrieben mit mehr als 100 Hektar bereits mehr als 57,0 Prozent.

Der Anteil der Frauen, die einen Hof übernehmen wollen, ist mit 11,2 Prozent im Regierungsbezirk Münster und 12,8 Prozent im Detmolder Bezirk besonders niedrig. In NRW sind es im Schnitt 18,8 Prozent.

Die Ergebnisse gehen auf eine Befragung der Landwirte im März 2010 zurück. Dabei wurden nur Betriebe berücksichtigt, deren Inhaber mindestens 45 Jahre alt war.

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