Immer mehr Landwirte stellen auf Bio um
Ein Schild des Öko-Landbauverbandes "Bioland - Ökologischer Landbau" wirbt (Archivbild vom 27.05.2002) an einer Kuhweide im Süden von Essen für dessen Produkte. In dem 1971 gegründeten, größten Ökoanbau-Verband sind 4150 Biobauern organisiert, die nach der biologisch-organischen Anbauweise 146000 Hektar Land bewirtschaften. Überdies gibt es knapp 730 Verarbeiter, die Bioland- Rohstoffe weiterverarbeiten. Nahrungsmittel sollen umweltgerecht hergestellt, die Fruchtbarkeit des Bodens langfristig erhalten werden. An die Tiere sollen keine Zusatzstoffe verfüttert werden, die Gabe von vorbeugenden Medikamenten wie Antibiotika ist verboten. Nach 17-stündigen Verhandlungen haben sich die EU-Staaten auf eine Reform der milliardenschweren Agrarbeihilfen geeinigt. Das teilte der Sprecher von EU-Agrarkommissar Franz Fischler am Donnerstagmorgen beim Rat der Agrarminister in Luxemburg mit. Fischler hatte zuvor einen neuen Kompromiss vorgelegt.  Foto: Roland Weihrauch dpa

Landesweit sind bei der Landesregierung in diesem Jahr 223 Anträge auf Umstellungsförderung eingegangen. Laut Horst Becker, Parlamentarischer Staatssekretär im Umwelt- und Landwirtschaftsministerium, liege die Nachfrage damit "deutlich höher als in den Vorjahren".

Ein Grund für den "Öko-Boom" in der westfälischen Landwirtschaft ist nicht nur ein stärkeres Umweltbewusstsein, sondern vor allem auch die wirtschaftlich schlechte Situation vieler Betriebe. "Insbesondere die Milchviehalter leiden unter sinkenden Preisen und wollen im Öko-Bereich bessere Erlöse erzielen", so Verena Kämmerling, Referentin für Öko-Landbau beim Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband.

Insgesamt gibt es in Nordrhein-Westfalen gegenwärtig etwa 1800 Höfe und Gärtnereien, die nach der EU-Öko-Verordnung arbeiten, das sind rund fünf Prozent aller landwirtschaftlichen Unternehmen. Seit dem Jahr 2001 ist die Zahl der Bio-Betriebe in NRW um gut 80 Prozent gestiegen.

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