In Bielefeld mehr Insolvenzen als in Münster
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Arbeitslosigkeit und Niedriglöhne treiben viele Menschen in die private Insolvenz.
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In der Rangliste, die das Männer-Lifestylemagazin „Men's Health" erstellt hat, sind die 50 größten Städte Deutschlands vertreten. Demnach gibt es in keiner anderen deutschen Großstadt so viele Privatinsolvenzen wie in Bremen: 371 waren es im vergangenen Jahr pro 100.000 Einwohner. Nürnberg steht dagegen ganz am Ende der Schuldner-Liste. Dort gab es 2010 nur 137 Privatinsolvenzen auf 100.000 Einwohner.

„Bremen und Nürnberg stehen hier exemplarisch für das Nord-Süd-Gefälle in Deutschland", sagt Bürgel-Insolvenzexperte Oliver Ollrogge. „Die Hauptgründe für Privatinsolvenz sind Arbeitslosigkeit und Niedriglöhne. Auch bei diesen Faktoren ist ein solches Gefälle erkennbar. Die Arbeitslosigkeit zum Beispiel ist im Norden wesentlich höher", betont Ollrogge.

Weitere westfälische Städte finden sich in dem Ranking auf folgenden Plätzen: 8. Gelsenkirchen (298 Privatinsolvenzen auf 100.000 Einwohner), 16. Hamm (248), 26. Dortmund (216).

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