Irres Spiel: Paderborn 4:4 gegen Kiel
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Ausgleich in der 90. Minute: Paderborns Ben Zolinski dreht nach seinem Kopfballtreffer zum 4:4 gegen Kiel jubelnd ab.
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Die 10 035 Zuschauer in der Benteler-Arena bekamen eine Vollgas-Veranstaltung zweier fast ausschließlich offensiv denkenden Mannschaften geboten, die ohne Frage in die Kategorie „denkwürdig“ einsortiert werden darf. Paderborn gab in der zweiten Halbzeit binnen neun Minuten eine 3:1-Führung aus der Hand und hatte Glück, dass Zolinski mit seinem 4:4 in der 90. Minute zumindest noch einen Punkt rettete.

Nach gerade mal neun Sekunden begann der denkwürdige Schlagabtausch: Katastrophaler Bock von Kiels Thesker, Gueye geht dazwischen und schiebt zum 1:0 ein. Nur Benjamin Siegert, der von 2011 bis 2015 für Preußen Münster spielte, war 2007 noch schneller. Sein Treffer im Trikot des SV Wehen Wiesbaden zum 1:0 in Fürth fiel nach nur acht Sekunden. Nach dem schnellen Ausgleich durch Kiels Schindler (6.) stellten Klement mit seinem achten Saisontor (9.) und Zolinski (41.) noch vor der Pause auf 3:1. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste durch Schindler (2) und Serra bereits drei weitere Tore erzielt, die allesamt wegen Abseitsstellungen nicht anerkannt wurden.

 Vorne kreuzgefährlich, hinten offen wie einen Scheunentor – so ging es weiter. Serra (71.), Mühling (74.) und erneut Schindler (80., Handelfmeter) drehten das Spiel mit ihren Toren, 3:4, nicht zu fassen. Schwedes vermeintliches 4:4 (84.) zählte nicht – abseits. Aber Zolinski hatte mit seinem 4:4 (90.) nach Klasse-Vorarbeit von Hünemeier dann das letzte Wort in einer Partie, die auch 7:7 oder 8:8 hätte enden können.

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