JVA-Leiter beendet seinen Dienst
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Michael Skirl ist scheidender Leiter der JVA Werl. Nach gut 15 Jahren darf er den Knast verlassen .
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Ende Juli endet für den 63 Jahre alten Juristen und Chef von 450 Mitarbeitern in der JVA Werl auf eigenen Wunsch vorzeitig sein Arbeitsleben hinter Gittern. Eine vorzeitige Entlassung wegen guter Führung? Skirl lacht: „Das müssen andere beurteilen.“

Im Düsseldorfer Justizministerium stellt man dem 63-Jährigen jedenfalls ein gutes Zeugnis aus: „Mit ihm geht eine der bekanntesten und profiliertesten Persönlichkeiten des Justizvollzugs in den Ruhestand“, sagte ein Ministeriumssprecher.

Einige der momentan 820 Häftlinge in Werl haben mit ihren Verbrechen für große Aufmerksamkeit gesorgt. So wie ein Geiselgangster, der die Republik 1988 tagelang in Atem hielt. „Der war schon vor mir da und jetzt gehe ich eher“, sagt Skirl. Bei der Frage nach prominenten Häftlingen fällt ihm auch noch der Rhein-Ruhr-Ripper ein, der Ende der 90-er Jahre vier Frauen bestialisch ermordet hat. „Der ist ja auch durch alle Medien gegangen.“

Es habe einen Beinahe-Ausbruch gegeben, der aber bei den Vorbereitungen aufgefallen sei. „Das war gut geplant. Da wären dann drei Hochkaräter weg gewesen“, sagt Skirl.

Weitere Details zu Skirls Leben nach der JVA, sein schlimmstes Erlebnis während seiner Zeit in Werl und die Veränderungen in der Beobachtung des Vollzugswesens durch die Öffentlichkeit lesen Sie in der Freitsgaausgabe der „Glocke“.

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