Jan Ullrich darf in Bielefeld nicht starten
Jan Ullrich darf dem Bund Deutscher Radfahrer zufolge wegen seiner Doping-Sperre auch beim Jedermannrennen in Bielefeld nicht starten.

Wie der BDR mitteilte, spiele es „keine Rolle, ob der Teilnehmer offiziell erfasst wird oder aus anderen Gründen mitfährt“. Ullrich war in der Vorwoche vom Internationalen Sportgerichtshof CAS wegen Blutdopings für zwei Jahre gesperrt worden - der einzige deutsche Sieger der Tour de France hatte bereits im Februar 2007 seine Profikarriere beendet. Dennoch greife die bis 21. August 2013 verhängte Sperre auch bei sogenannten Jedermann-Rennen, unterstrich der BDR. “Somit ist Ullrich bei keinen deutschen Jedermann-Rennen startberechtigt, die vom Bund Deutscher Radfahrer autorisiert sind“, sagte Verbands-Vizepräsident Udo Sprenger.

Einsatz als Werbebotschafter betroffen

Dies betrifft offenbar auch den „Alpecin Cycling Day“ am 12. August in Bielefeld, bei dem Ullrich als Werbebotschafter mitfahren soll. Die Veranstaltung gehört zu einer unter anderem vom BDR organisierten deutschen Serie von Jedermann-Rennen. Ullrichs Manager Falk Nier wollte die Sachlage zunächst prüfen. Zugleich bestätigte er, dass in Bielefeld der einzige Start Ullrichs in Deutschland geplant ist. 2011 war der frühere Telekom-Star unter anderem beim Ötztal-Marathon angetreten. In diesem Jahr werde dort wieder ein Start erwogen. Auch in den USA sind Amateurrennen geplant. Darüber hinaus zeigte sich der BDR enttäuscht über Ullrichs Erklärung zu seiner Vergangenheit. „Es ist schade, dass er auch jetzt nur zugibt, was ohnehin jeder weiß und nicht die volle Verantwortung für sein Handeln übernimmt“, sagte BDR-Präsident Rudolf Scharping.

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