Jugendherbergen bringen Flüchtlinge unter
Deutschlandweit sollen 3800 Flüchtlinge über den Winter in Jugendherbergen unterkommen.

"Bislang reagieren wir auf den sehr dringenden Bedarf der Kommunen und Landkreise. Jede Anfrage wird auf Machbarkeit geprüft. Das beugt auch möglichen Interessenkonflikten mit anderen Gästen vor", sagte Hauptgeschäftsführer Bernd Dohn.

3800 Plätze in ganz Deutschland

Deutschlandweit stünden ab dem 1. Oktober insgesamt rund 3800 Plätze in Jugendherbergen für Flüchtlinge bereit. Die Belegung sei so organisiert, dass einzelne Häuser komplett frei würden, um Flüchtlinge aufzunehmen. "In den 13 Herbergen haben wir andere Gäste einvernehmlich umgebucht und keine neue Reservierungen mehr angenommen. Viele hatten dafür volles Verständnis", erläuterte der Hauptgeschäftsführer des Jugendherbergswerk. Zudem sei weiteres Personal eingestellt worden.

In Nordrhein-Westfalen würden die Jugendherbergen in Finnentrop, Meinerzhagen, Lünen, Dorsten, Glörsee, Höxter, Horn-Bad Meinberg, Solingen-Burg, Lindlar, Wuppertal, Kevelaer, Hellenthal und Wipperfürth Flüchtlinge aufnehmen. Die Flüchtlinge könnten bis Ende Januar in den Herbergen wohnen. Wenn unbegleitete Jugendliche kämen, würden sie rund um die Uhr beaufsichtigt und betreut.

Das Deutsche Jugendherbergswerk stehe zu der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung, Menschen in Not zu helfen. Dabei solle aber die eigentliche Aufgabe, preiswerte Übernachtungen für in erster Linie jugendlichen Gäste überall in Deutschland zu ermöglichen, nicht vernachlässigt werden.

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