Kann eine Insolvenz den Airport retten?
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Geht der Flughafen Paderborn/Lippstadt in die Insolvenz? Das ist zumindest ein Vorschlag der CDU-Fraktion im Paderborner Kreistag.
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Damit sei die notwendige Umstrukturierung, die unter anderem eine deutliche Reduzierung der Kapazitäten auf etwa 300.000 Fluggäste pro Jahr beinhaltet, aus Sicht der Fraktion am schnellsten und besten umzusetzen. 

Mehrere Sanierungsvarianten stehen zur Verfügung

Für den Sommerflugplan 2021 würde das Sanierungskonzept konkret bedeuten, dass nur noch ein etwa halb so großer OWL-Flughafen zur Verfügung stünde. Für eine solche Umstrukturierung stehen drei unwesentlich voneinander abweichende Sanierungsvarianten zur Disposition. Ziel aller Varianten sei der langfristige Erhalt des Airports. 

Alle Rechte eines Verkehrsflughafens und damit auch die Option in Zukunft wieder wachsen zu können, blieben erhalten. „Die CDU spricht sich zugleich für eine Aufteilung in eine Infrastruktur- und eine Betriebsgesellschaft aus. Nur dann bestünde auf Dauer die Chance, privates Kapital einzuwerben“, sagte Fraktionsmitglied Meinolf Päsch zur Position der CDU.

Große monatliche Verluste

Trotz Kurzarbeit belaufen sich die monatlichen Verluste derzeit auf bis zu 700.000 Euro. Die aktuellen Zahlen des Flughafen Paderborn/Lippstadt belegen, dass die liquiden Mittel bereits Anfang Oktober verbraucht sein werden, teilen die Christdemokraten mit. 

Bereits Anfang des Jahres 2019 hatten die Gesellschafter des Flughafens die Geschäftsführung damit beauftragt, ein Sanierungsmodell zu erarbeiten, welches einen Umsetzungszeitraum in den Jahren 2019 bis 2022 vorsah. Zur Finanzierung hatten die Gremien eine für diesen Zeitraum auf insgesamt fünf Millionen Euro erhöhte Verlustabdeckung vereinbart.

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