Kein geselliger Maifeiertag in Pandemie
Archivfoto: dpa
So sollte der 1. Mai in diesem Jahr nicht aussehen: Größere Gruppen, die gemeinsam mit Bollerwagen unterwegs sind. Die Polizei will die Einhaltung der Corona-Regeln kontrollieren.
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Die Regeln der Bundesnotbremse und Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gelten auch am Maifeiertag, betonten die Krisenstäbe und Ordnungsbehörden mehrerer Kreise und Städte in NRW. 

"Bollerwagen- und Musik-Verbot" in Hamm

Die Stadt Hamm nahm sogar ausdrücklich für das Maiwochenende ein "Bollerwagen- und Musik-Verbot" auf öffentlichen Plätzen, Parks und Wegen in den geltenden Corona-Regelkatalog auf. Bollerwagen, Handkarren oder ähnliches dürfen nicht mitgeführt werden, es sei denn es handelt sich um einen Bollerwagen für kleine Kinder, den Eltern ziehen. Auch Lautsprecheranlagen und Ghettoblaster sind tabu, verboten sind Picknicks und das Grillen im Park, für einige Bereiche gilt ein Alkoholverbot. Nach Auskunft der Stadt Hamm sind gegen die Regelung aber noch Eilverfahren beim Verwaltungsgericht Arnsberg anhängig. Hamm gehört mit einer auf 300 zusteuernden Sieben-Tage-Inzidenz zu den NRW-Spitzenreitern bei den Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche. 

„Größere Treffen sind nicht denkbar“

Unter Verweis auf die bereits geltenden Regeln belassen es die meisten Kreise und Städte bei dem Appell, diese auch bei Maitraditionen einzuhalten: "Das Amt für öffentliche Ordnung bittet Verliebte, die Birkenbäumchen vor 21 Uhr oder nach 5 Uhr am Haus ihrer Angebeteten aufzustellen, damit die Ausgangsbeschränkung eingehalten wird", teilte beispielsweise ein Sprecher der Stadt Köln mit. In vielen Regionen gilt ein Maibaum als Liebesbeweis. Anderswo steht der erste Maifeiertag im Zeichen feucht-fröhlicher Wanderungen oder Tänze in den Mai - normalerweise. Weil Treffen in den meisten Regionen NRWs auf den eigenen Haushalt mit einer weiteren Person beschränkt und Partys ohnehin gänzlich verboten sind, teilte beispielsweise Soests Kreisdirektor Dirk Lönnecke mit: "Größere Treffen sind also nicht denkbar, auch die Grillparty mit Gästen im heimischen Garten ist untersagt." 

Polizei will Regeln kontrollieren

Polizei und Ordnungsämter seien im Einsatz, um die Einhaltung zu kontrollieren, heißt es exemplarisch aus dem Kreis Borken: Am besten sei es daher für alle, auf Ausflüge ganz zu verzichten. Denn der Infektionsschutz erfordere es, Kontakte möglichst zu vermeiden, so der Landrat Kai Zwicker (CDU).

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