Kiprono gewinnt Münster-Marathon

Die Bestmarke seines Landsmannes Patrick Muriuki aus dem Jahr 2010 verpasste er aber knapp um 16 Sekunden. Die Siegprämie von 3000 Euro war allerdings mehr als nur ein Trostpflaster für den schnellen Kenianer, der nach Platz zwei vor einem Jahr in Enschede seinen ersten großen Marathon gewann und seine Landsleute Duncan Cheriuyot Koech (2:12:04) und Evans Kipkorir Taiget (2:12:15) auf die Plätze zwei und drei verwies. Überhaupt war die 13. Auflage des „MüMa“ fest in kenianischer Hand. Zehn Läufer aus dem ostafrikanischen Land kamen unter die besten elf.

Elias Sansar schnellster Deutscher

Bei den Frauen gewann die Äthiopierin Ayano Yenealem Bule in 2:40:40 Stunden vor den Kenianerinnen Joan Rotich (2:42:28) und Jepkosgei Rosina Kiboino (2:49:00). Bester Deutscher wurde wie im Vorjahr Elias Sansar von der LG Lage Detmold Bad Salzuflen in 2:26:02 Stunden – zufrieden war der Hermannslauf-Dauersieger damit aber nur bedingt. „Ich wollte um die 2:22 Stunden laufen, habe aber früh Seitenstechen bekommen. Da musste ich das Tempo etwas rausnehmen“, sagte der 34-Jährige.

Philipp Kaldewei läuft Bestzeit

Strahlend ins Ziel lief dagegen Philipp Kaldewei (LV Oelde), der als Gesamt-15. seine vier Jahre alte Bestzeit um knapp zwei Minuten auf 2:36:16 Stunden drückte. „Das ist jedes Jahr der Wahnsinn hier, die Stimmung ist unglaublich“, sagte Kaldewei. Einen neuen Streckenrekord stellte die Staffel der Laufsportfreunde Münster auf. Philipp Beckmann, John Kuhlmann, Damian Kaminski und Yannick Rinne passierten nach 2:26 den Zielstrich und waren damit die schnellste der insgesamt 5600 Staffeln.

Samal muss hohem Anfangstempo Tribut zollen

Dass es bei den Männern nicht zum anvisierten Streckenrekord reichte, lag auch an Plilan Emmanuell Samal. Der Kenianer pfiff auf die zuvor abgesprochenen Zeiten der „Pacemaker“ und lief in einem irren Tempo vorneweg. Mehr als zwei Minuten lag er bei Kilometer 21,1 (1:03:26) und 30 (1:31:25) vor dem Feld, musste dann aber dem viel zu hohen Anfangstempo Tribut zollen und wurde schließlich bis auf Platz acht (2:16:21) durchgereicht. „Es war klar, dass Samal dieses Tempo nicht würde durchhalten können. Trotzdem hat das die Pacemaker irritiert, sie wussten nicht, wie sie sich verhalten sollten. Unterm Strich wäre der Streckenrekord möglich gewesen“, sagte Gerard van de Veen, der Manager des Siegers Josphat Kiprono.

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