Klöckner mahnt Bauernverbände zur Ehrlichkeit
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In Münster haben am Donnerstag tausende Landwirte gegen eine strengere Düngeverordnung protestiert.
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Klöckner versprach am Donnerstag, die Sorgen der Bauern auf EU-Ebene zur Sprache bringen. Sie mahnte die Bauern allerdings zur Ehrlichkeit. Dazu gehöre, dass ein Drittel der landwirtschaftlichen Flächen überdüngt sei. Als eine Ursache dafür gilt der übermäßige Einsatz von Gülle. Die Folge seien zu hohe Nitratwerte im Grundwasser, führte die Ministerin aus. Bereits 2016 habe die EU Deutschland wegen dieses Tatbestands verklagt und 2018 vom Europäischen Gerichtshof Recht bekommen. Vor diesem Hintergrund ist der aktuelle Ruf aus Brüssel nach einer weiteren Verschärfung des Düngerechts nachvollziehbar.

Wenn die EU-Forderung weiter verschleppt wird, droht Deutschland nach Angaben Klöckners ein saftiges Strafgeld von bis zu 800 000 Euro – am Tag.

Sofortprogramm gegen hohe Nitratwerte

Das Problem mit den zu hohen Nitratwerten im Grundwasser will NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) mit einem Sofortprogramm angehen. Sie setzt dabei auf eine verstärkte Kooperation von Land- und Wasserwirtschaft, wie sie an 200 Stellen in NRW bereits erfolgreich arbeitet. „Da ist das Wasser überall besser geworden“, sagte Heinen-Esser in Münster. Die Zahl der illegalen Gülletransporte aus den Niederlanden, die in den vergangenen Monaten mancherorts in Westfalen Empörung ausgelöst hatten, ist laut Heinen-Esser durch ein verschärftes Kontrollsystem beiderseits der Grenze deutlich zurückgegangen.

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