Kraft: „LGS wird Gewinn für die Region“
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„Viel Sonnenschein“ wünscht NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (M,SPD) der LGS in Bad Lippspringe an einem Wunschbaum. Die Regierungschefin hat die Gartenschau am Mittwoch offiziell eröffnet.
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Begeistert ist Kraft - die auch LGS-Schirmherrin ist - davon, wie stark die 16 500 Einwohner von Bad Lippspringe (Kreis Paderborn) gemeinsam an einem Strang gezogen haben, um die LGS 2017 in ihrem Ort auszurichten und das Motto „Blumenpracht & Waldidylle“ mit Leben zu erfüllen. „Wir sind alle LGS!“, ruft die Regierungschefin der Besuchermenge auf der großen Wiese im Arminiuspark zu, ehe sie gemeinsam mit Bad Lippspringes parteilosem Bürgermeister Andreas Bee den roten Startknopf für die LGS drückt.

Kraftvoll klingt das Versprechen der Schirmherrin, dass die LGS für Bad Lippspringe und die gesamte Region „mit Sicherheit ein Riesengewinn wird.“ Das Bemühen um Nachhaltigkeit habe sich bislang für alle LGS-Städte ausgezahlt. Siehe als hervorragende Beispiele Rheda-Wiedenbrück (1988), Oelde (2001) und Rietberg (2008). „In deren Parks strömen auch heute noch die Besucher“, sagt Kraft dem jüngsten LGS-Spross im Lande rosige Zukunft voraus.

André Kuper (CDU), bis 2012 Bürgermeister von Rietberg und seitdem Landtagsabgeordneter, fühlt sich gestern im Arminiuspark in die Zeit vor neun Jahren zurückversetzt, als er die Eröffnung der LGS in seiner Stadt miterleben durfte. Kuper hat dem rührigen LGS-Förderverein in Bad Lippspringe Tipps für dessen Arbeit gegeben. Kupers Nachfolger im Bürgermeisteramt, Andreas Sunder (FWG), überreicht Bee gestern im Arminiuspark einen Korb mit kulinarischen Köstlichkeiten aus Rietberg.

Als gelungenen Startpunkt für die Regionale 2022 in Ostwestfalen-Lippe sieht Detmolds Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl (FDP) die LGS in Bad Lippspringe.

Die Band „BeJones“ unterstreicht mit der Weltaufführung des neuen Bad-Lippspringe-Songs die Ambitionen der kleinsten Stadt in NRW, die jemals eine LGS ausgerichtet hat, auch bei der nächsten Großveranstaltung in der Region eine gewichtige Rolle zu spielen. „Wir haben keine Angst vor Abenteuer“, heißt es in dem Lied.

Stolz sind die Planer der Ausstellung auf die große Nähe zwischen der Innenstadt und dem weitläufigen Waldpark mit einer idyllischen Teichanlage. Einst sei der traditionelle Kurwald zugewuchert gewesen, nun haben die Gartenbauer Licht und Luft geschaffen, um Raum für neue Baumarten, großflächige Blumenbeete und neue Ausblicke zu schaffen.

Die Leistungsschau kostet insgesamt 8,8 Millionen Euro

Mit großen Spielplätzen mitten im Wald, Rutschen- und Kletterlandschaften zielt die Landesgartenschau auch auf Familien ab. Der Kurwald geht direkt in den aufgemöbelten Kurpark mit seinen schon jetzt üppig blühenden Beeten und einer riesigen Fontäne über.

Ein weiterer Teil des insgesamt 33 Hektar großen Gartenschau-Geländes ist über die ebenfalls neu erblühende Fußgänger-Flaniermeile zu erreichen: Im Arminiuspark präsentieren sich viele Vereine und Verbände, es gibt Themengärten und Blumenschauen.

8,8 Millionen Euro soll die Schau kosten, fünf Millionen steuert das Land bei. Weitere Mittel für die Infrastruktur der Stadt kamen unter anderem vom NRW-Bauministerium. In der Regel findet die Landesgartenschau alle drei Jahre statt. 2020 ist Kamp-Lintfort im Kreis Wesel am Zug.

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