Kraftwerkspläne liegen öffentlich aus
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Weiterbau oder Abriss? 2009 wurde ein Baustopp für das Eon-Kohlekraftwerk Datteln verhängt, nachdem der Konzern bereits eine Milliarde Euro investiert hatte.
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Die 91 Aktenordner können bis zum 13. Mai bei der Bezirksregierung in Münster und in den Verwaltungen der 19 vom Bau betroffenen Kommunen eingesehen werden. Einwendungen gegen die Pläne müssen bis zum 27. Mai eingereicht werden, teilte die Bezirksregierung am Montag mit. Im September ist dann ein mehrtägiger Erörterungstermin in Datteln geplant.

Das Oberverwaltungsgericht NRW hatte 2009 den Kraftwerksbau nach der Klage eines Anwohners gestoppt, weil Vorgaben des Landesentwicklungsplans verletzt wurden. Der tatsächliche Bauplatz liegt fünf Kilometer vom landesplanerischen Standort entfernt. Für das moderne 1,1-Gigawatt-Kraftwerk hat Betreiber Eon bereits eine Milliarde Euro verbaut. Der Dattelner Stadtrat hatte im Mai 2014 einen veränderten Flächennutzungsplan und einen veränderten Bebauungsplan genehmigt und damit eine wichtige Hürde für den Weiterbau des Kraftwerks aus dem Weg geräumt.

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