Küchenhersteller Alno zahlungsunfähig
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Der baden-württembergische Küchenhersteller Alno hat einen Insolvenzantrag gestellt. Auch das zu Alno gehörende Unternehmen Wellmann in Enger (Kreis Herford) ist betroffen.
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Der Vorstand habe sich zu diesem Schritt entschlossen, weil in den Verhandlungen mit potenziellen Investoren und Gläubigern zuletzt keine Einigung erzielt werden konnte, teilt der Küchenhersteller aus Pfullendorf (Baden-Württemberg) mit. Der Anfang des Jahres eingeschlagene Sanierungskurs solle nunmehr innerhalb eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung unter Führung des bisherigen Vorstands fortgesetzt werden, hieß es weiter. Der Antrag sei beim zuständigen Amtsgericht Hechingen gestellt worden.

Die Tochtergesellschaften Gustav Wellmann GmbH & Co. KG mit Sitz in Enger (Kreis Herford) und Alno Logistik & Service GmbH würden ebenfalls in den Insolvenzantrag einbezogen. Alle übrigen in- und ausländischen Tochtergesellschaften einschließlich der Pino Küchen GmbH seien davon nicht betroffen. Der Geschäftsbetrieb laufe unverändert weiter.

Alno hatte erst Ende Juni die Veröffentlichung seines Jahres- und Konzernabschluss für 2016 zum dritten Mal verschoben und den 14. August als neuen Termin hierfür genannt. Zugleich teilte das Unternehmen mit, dass der Umsatz in den ersten fünf Monaten 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,8 Prozent gefallen sei.

Seit dem Börsengang 1995 kämpft Alno mit Problemen - bis auf wenige Ausnahmen gab es jedes Jahr Verluste. Im ersten Halbjahr 2016 beliefen sich diese vor Steuern nach Angaben des Unternehmens auf 28,5 Millionen Euro.

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