Kurden besetzen Gleise in Dortmund
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Vielerorts demonstrieren Kurden derzeit in Deutschland für mehr Unterstützung im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat - so wie hier in der Nacht zu Mittwoch in Celle, wo mehrere Menschen verletzt wurden.
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Nach einigen Minuten hätten sich die Demonstranten in Dortmund nach Angaben der Bahn-Sprecherin aber darauf beschränkt, zwei Gleise besetzt zu halten. Weil wegen eines Notarzteinsatzes gleichzeitig die Strecke zwischen Duisburg und Essen gesperrt wurde, kam es im Ruhrgebiet zu massiven Verspätungen. In ganz Deutschland fordern Kurden im Moment mit Kundgebungen und anderen Aktionen mehr Unterstützung bei der Verteidigung der umkämpften syrisch-kurdischen Stadt Kobane im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). 

Protestaktion in Bielefelder SPD-Geschäftsstelle

So besetzen auch 30 junge Kurden am Mittwoch vorübergehend die Bielefelder SPD-Geschäftsstelle. Die Mitglieder der Studentenorganisation YXK wollten nach eigenen Angaben damit gegen die „Barbarei“ des IS protestieren. In einer Erklärung forderten sie mehr Unterstützung bei der Verteidigung der Stadt Kobane. Zudem müsse das Verbot der kurdischen Untergrundorganisation PKK aufgehoben werden. Die eineinhalbstündige Aktion sei friedlich verlaufen, teilte die Bielefelder SPD mit.

Schwerverletzte bei Ausschreitungen

Bei Gewaltausbrüchen zwischen Kurden und Islamisten wurden in der Nacht zu Mittwoch in Hamburg und Celle mindestens 23 Menschen teils schwer verletzt. Dutzende Verdächtige wurden laut Polizei vorübergehend festgesetzt.

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