LBS West will 40 Millionen Euro einsparen

Der Vorstandsvorsitzende Jörg Münning präsentierte in Münster das Zukunftsprogramm „LBS 2020“. Er sagte: „Wir nehmen die gegenwärtigen Herausforderungen zum Anlass, die Position unserer Bausparkasse als Immobilien- und Baufinanzierungsspezialist im Markt nachhaltig zu stärken. Dazu werden wir deutlich enger mit den Sparkassen und auch in der LBS-Gruppe zusammenarbeiten."

Auslöser für den Umbau seien die anhaltenden Niedrigzinsen, die europäischen Bankenvorschriften und ein geändertes Kundenverhalten. Der Bausparvertrag als Zinsversicherung und die Immobilie als Altersvorsorge seien gefragter denn je - und damit für die Sparkassen wichtige Ankerprodukte, sagte Münning.

Seit Juli läuft die Neuausrichtung der Vertriebswege. Die LBS-Experten werden immer mehr Kunden direkt in den Sparkassen beraten. Zudem erledigten immer mehr Menschen ihre Bankgeschäfte nicht mehr auf dem klassischen Filialweg. Durch mehr Beratungsangebote beim Kunden zu Hause will die LBS ihr Angebot diesem Bedarf anpassen.

Weniger eigene Kundencenter

Darüber hinaus wird die Bausparkasse gemeinsam mit den Sparkassen ihre digitalen Service-Angebote ausbauen. Im Ergebnis braucht die LBS weniger Kunden-Center. Die Zahl der im direkten Kundenkontakt tätigen Bezirksleiter und Immobilienberater soll aber konstant gehalten werden. Die künftige Verteilung der Kunden-Center-Standorte wird noch überprüft.

In der Zentrale in Münster wird die Bausparkasse ihre Prozesse weiter verschlanken. Im Innendienst werden in den nächsten Jahren durch Ruhestand gut 100 Vollzeitstellen frei werden. Diese sollen nicht wieder besetzt werden.

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