LWL übernimmt Preußen-Museum Minden
Einen beschädigten Brustpanzer aus der Schlacht bei Waterloo vom 18. Juni 1815 richtete Restauratorin Susanne Maubach vom Preußen-Museum Minden für eine Sonderausstellung über Napoleon her.

In Zukunft sichert der LWL die historische Defensionskaserne, in der das Museum untergebracht ist und die als stadtbildprägendes Baudenkmal gilt. Das Land, das mit 17 Millionen Euro der größte Stifter des Preußen-Museums ist, begrüßt das Engagement. Bei der Schlüsselübergabe bedankte sich Groschek: „Es ist erfreulich, dass der LWL den Fortbestand des Preußen-Museums in Minden mit seiner hohen fachlichen Kompetenz für Kultur und insbesondere Museen garantiert.“

Nachdem das Land die Nutzung des herausragenden Denkmals als Museum finanziert und gemeinsam mit der Stadt Minden, dem Kreis Minden-Lübbecke und dem LWL die Stiftung finanziell gut ausgestattet habe, sei nun der Zeitpunkt gekommen, das Museum an den LWL zu übergeben, sagte der Minister: „Gleichzeitig kann der LWL sein vorhandenes Kulturangebot sinnvoll um den Aspekt der preußischen Geschichte weiter ergänzen.“

Preußen wirkt bis heute nach

Preußen sei mehr als Militarismus oder der Vorname von Fußballvereinen, sagte Löb: „Wir möchten mit einem neuen Konzept zu einer Renaissance in der Auseinandersetzung mit Preußen beitragen.“

Das neue LWL-Preußen-Museum in Minden werde voraussichtlich im Jahr 2018 eröffnen. Bis dahin werde eine komplett neue Ausstellung erarbeitet, erklärte der LWL-Direktor: „Sie soll klarmachen, was Preußen uns hinterlassen hat und was heute noch wirkt.“ Das Museum werde zentraler Punkt in einem Netz „Preußen in Westfalen“ aus zwei Dutzend Kultureinrichtungen.

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