Land erwartet so viele Flüchtlinge wie nie zuvor
Die Alfred-Fischer Halle in Hamm ist zu einer Flüchtlingsunterkunft umgebaut worden.

Um der Lage Herr zu werden, hat das Land in den kreisfreien Städten 37 Notunterkünfte durch die Kommunen bereitstellen lassen, vor allem Turnhallen, aber auch Schulen und Plätze in einer Jugendherberge. Die Turnhallen werden aber nach Ferienende ab 13. August wieder von Schulen und Vereinen gebraucht.

"Dass Platz für Flüchtlinge benötigt wird, ist nachvollziehbar", sagt Frank Michael Rall vom Landessportbund. "Die Hallen erfüllen aber wichtige Aufträge für den Schul- und Vereinssport." Der Sportbund appelliert allerdings auch an Vereine, flexibel zu reagieren, wenn sie nicht unbedingt auf die Halle angewiesen seien. Rall verwies zudem auf ein laufendes Projekt mit 471 Vereinen, die Flüchtlingen Sportangebote machen.

Das Land will nach Möglichkeit alle Turnhallen bis Ferienende zurückgeben. Andernfalls würde eine Konsenslösung mit der Stadt gesucht, heißt es bei der Bezirksregierung und im Innenministerium.

In den nächsten Monaten will NRW mehr als 3000 feste neue Plätze schaffen. Nach einem Bericht der "Rheinischen Post" könnten Flüchtlinge demnächst aber auch in großen Zelthallen untergebracht werden. Diese Möglichkeit werde derzeit geprüft, sagte die Bezirksregierung Arnsberg der Zeitung. "Wir sind verpflichtet, über alle Optionen nachzudenken, um Obdachlosigkeit wie in Frankreich zu vermeiden." In einer beheizbaren Zelthalle mit Holzboden könnten mehrere Hundert Menschen Platz finden.

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