Landesverband Lippe will Staatsbad abgeben
Auf 1,8 Millionen Euro belief sich zuletzt der Zuschuss des Landesverbands Lippe für das Staatsbad Horn-Bad Meinberg (Bild). Angesichts knapper Kassen ist das nicht mehr zu bezahlen.

Vor allem das defizitäre Staatsbad in Horn-Bad Meinberg kostet den LVL Millionenbeträge. Nach Angaben von Kämmerin Kerstin Haarmann wurden in den vergangenen 15 Jahren 50 Millionen Euro in den Kurbetrieb zugeschossen. Der Landesverband wünscht sich daher die Fortführung des Badbetriebs durch die Stadt Horn-Bad Meinberg, ähnlich wie es in Bad Salzuflen der Fall ist.

In seiner Sitzung am Mittwoch verständigte sich der Verband darauf, für den Kurbetrieb betriebsnotwendige Immobilien bis zum 31. Dezember 2013 an die Stadt Horn-Bad Meinberg abzugeben. Auch über die Übertragung einzelner Teilbereiche der Staatsbad Meinberg GmbH, wie beispielsweise die Vermittlung und Erbringung von Kuranwendungen, soll mit der Stadt verhandelt werden, erläuterte Verbandsvorsteherin Anke Peithmann am Mittwoch.

Erste Ergebnisse sollen bei der Verbandsversammlung am 6. Februar 2013 präsentiert werden. „Wenn nicht bei den Kulturdienstleistungen, der Kernaufgabe des Landesverbandes Lippe, gekürzt werden soll, ist die deutliche Reduzierung des Zuschusses für den Bereich Staatsbad Meinberg faktisch die einzige Möglichkeit“, hieß es in der Sitzungsvorlage. 2013 wird zunächst eine Einsparung von 800.000 Euro angestrebt. Mittelfristig sollen es 1,8 Millionen Euro pro Jahr sein.

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