Landtag beschließt umstrittenes Jagdgesetz
Neue Wege werden die Jäger in NRW in Zukunft beschreiten müssen.

Das ÖJG verlangt für die Jagd einen vernünftigen Grund wie Fellnutzung, Fleischverzehr oder Schutz der Landschaft. „Wir setzen damit ein Signal über unser Bundesland hinaus“, sagte NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne).

„Sie wollen mehr Verbote, damit die Jäger möglichst bald die Flinte ins Korn werfen“, hielt Rainer Deppe, umweltpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, dagegen. Union und Liberale kritisieren das Gesetz als fachlich unzulänglich. Dennoch wurde das ÖJG nach einer Debatte, in der laut Remmel „Pulverdampf lag“, von den rot-grünen Regierungsfraktionen und den Piraten mit 137 von 226 Stimmen beschlossen. CDU und FDP stimmten dagegen.

Für die Jäger bringt es viele Einschränkungen mit sich, unter anderem wird der Abschuss von Hauskatzen verboten. Einige Zugeständnisse rangen die Jäger der Regierung zuletzt noch ab: Die Jagdsteuer wird nicht wieder eingeführt. Die Jäger betonen, dass sie das Jagdrecht nicht als reine Abschusslizenz betrachten, sondern auch als Hege-Verpflichtung. Der Naturschutzbund kritisierte die Zugeständnisse, sprach aber dennoch von einem „zukunftsweisenden Kompromiss“.

Reaktionen und Einschätzungen zum neuen Jagdgesetz, unter anderem vom NRW-Jägerpräsidenten und vom Nabu, finden sie in der Donnerstagsausgabe von „Glocke“ und „Ahlener Tageblatt“.

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