Lange Haftstrafen für Stiftskreuz-Diebe
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Im Prozess um den Diebstahl des unschätzbar wertvollen Borghorster Stiftskreuzes im Oktober 2013 hat das Landgericht Münster  am Dienstag hohe Haftstrafen verhängt. Zwei der drei angeklagten Männer wurden zu viereinhalb, ihr Komplize zu fünf Jahren Haft verurteilt.
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Die Kammer ist davon überzeugt, dass die Ganoven das 40 Zentimeter hohe und mit Gold überzogene Reliquienkreuz aus einer Vitrine in der Steinfurter Nikomedes-Kirche gestohlen haben. Der Kunstschatz ist bis heute verschwunden. Die Angeklagten hatten die Tat bestritten. Zeugen hatten jedoch vor der Kirche das Kennzeichen des Fluchtwagens notiert. „Wir können nicht sagen, welchen Wert das Stiftskreuz besitzt, weil es keinen Markt für derartige Gegenstände gibt“, sagte der Vorsitzende Richter Werner Richter in der Urteilsbegründung. Die Tatsache, dass das Kreuz während zweier Ausleihen jeweils für über sieben Millionen Euro versichert worden sei, spreche jedoch für sich. Weil es sich bei dem Diebesgut um einen Gegenstand handelte, der „der religiösen Verehrung dient und dem Gottesdienst gewidmet ist“, fielen die Strafen besonders hoch aus, entschied die Kammer. Die Staatsanwaltschaft hatte für die drei Angeklagten bis zu vier Jahre Haft beantragt, die Verteidiger hatten auf Freispruch plädiert.

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