Lastwagenfahrer muss ins Gefängnis
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In Rheine ist am Dienstag ein 24-Jähriger wegen fahrlässiger Tötung zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Er löste im September 2016 einen schweren Unfall auf der B 54 aus.
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Die Richterin sah es als erwiesen an, dass der LKW-Fahrer im September 2016 grob fahrlässig handelte. Er hatte sich völlig übermüdet hinter das Steuer seines 40 Tonnen schweren Futtertransporters gesetzt und auf der B 54 in Höhe Altenberges einen Unfall verursacht. Dabei kamen drei Menschen ums Leben. Weitere Personen wurden schwer verletzt.

Gericht folgt Antrag der Staatsanwaltschaft

„In einem Bereich, wo man Bewährung geben kann, kann man unserer Ansicht nach in diesem Fall nicht kommen. Dafür ist der Sorgfaltspflichtverstoß zu groß“, sagte die Richterin am Dienstag. Der Lastwagenfahrer wurde wegen fahrlässiger Tötung in drei Fällen verurteilt.

Das Gericht folgte damit dem Strafantrag der Staatsanwaltschaft. Außerdem wird dem Angeklagten der Führerschein entzogen und er erhält eine Sperre für eine neue Fahrerlaubnis von zweieinhalb Jahren. Die Verteidigung will gegen das Urteil Rechtsmittel einlegen.

Für den Fahrer sei erkennbar gewesen, dass er übermüdet war, trug die Richterin vor. Er hätte während der Fahrt an mehreren Stellen anhalten können. Das sei jedoch nicht geschehen. In den 35 Stunden vor dem Unfall hat der 24-Jährige nach Angaben des Staatsanwalts nur zwei bis drei Stunden geschlafen.

Angeklagter zeigt sich geschockt

„Wir sind mit dem Urteil zufrieden“, sagt ein Vertreter eines Nebenklägers später. Der Angeklagte wirkt dagegen geschockt - mit leerem Blick starrt er auf die Tischplatte, als das Urteil verkündet wird. Seine Verteidigung hatte auf eine Bewährungsstrafe gehofft.

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