Laternen werden zu Ladestationen
Elektroautos müssen häufig ihren Akku aufladen. In Dortmund will die Stadt nun Laternen zu Ladestationen machen.

In anderen Städten, etwa in London, Berlin oder Leipzig, gibt es entsprechend umgerüstete Laternen bereits. Allerdings möchten die beteiligten Partner in Dortmund, Iserlohn und Schwerte ein eigenes Abrechnungssystem etablieren, mit dem auch das Laden des E-Autos an der Laterne über den bisherigen Stromvertrag der Kunden abgerechnet werden kann. „In dieser Form ist das unseres Wissens nach bisher einmalig“, sagte Michaela Bonan, Leiterin des Projektbüros der Smart City-Allianz in Dortmund.

550 Ladepunkte für Elektro-Pkw

Das Projekt ist bereits im Bauausschuss der Stadt Dortmund vorgestellt worden. Nun sollen die nächsten Schritte eingeleitet werden. So soll geprüft werden, welche Laternen sich in der Stadt überhaupt als Ladestationen eignen und was mit dem Stromnetz passiert, wenn an den geplanten 550 Ladepunkten gleichzeitig Autos geladen werden.

Platzsparende Laternen

Sollten die anstehenden Studien erfolgreich sein, könnten sich interessante Möglichkeiten für die Ladeinfrastruktur im urbanen Raum ergeben. In Städten ist es für Anwohner häufig schwierig eigene Ladestationen einzurichten. Ladesäulen benötigen zudem mehr Platz als die Laternenlösung.

Die Stadt Dortmund koordiniert das Projekt, das ein Gesamtvolumen von etwa 5,8 Millionen Euro umfasst. Der Bund hat bereits eine finanzielle Unterstützung zugesagt.

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