Lebenslänglich für 42-jährigen Bielefelder
Ein Bielefelder ist vom Landgericht im hessischen Limburg zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Mann hatte seine Frau erdrosselt.

Der Angeklagte hatte seine Frau, die sich von ihm trennen wollte, im Mai 2009 in einer Pension in Bad Camberg mit einem Stoffgürtel aus dem Hinterhalt getötet. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte das erste Urteil aufgehoben, weil die damalige Kammer einen psychiatrischen Gutachter wegen möglicher Befangenheit abgelehnt hatte. Dieser wollte beim Angeklagten eine verminderte Schuldfähigkeit nicht ausschließen.

„Sie haben die Arglosigkeit Ihrer Frau in zerstörerischer Absicht ausgenutzt“, sagte der Kammervorsitzende Peter Scherer in der Urteilsbegründung zum Angeklagten. Das ständig im Streit lebende Paar wollte sich ursprünglich bei einem Kurzurlaub in dem Kurort im Taunus wieder versöhnen. Doch einen Tag vor der Tat eröffnete die Frau ihrem Mann, dass sie ihn mit den drei gemeinsamen Kindern verlassen wolle.

Im Urteil folgte das Gericht dem Antrag des Staatsanwalts. Die Verteidiger hatten auf Totschlag plädiert und bis zu acht Jahren Freiheitsstrafe gefordert.

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